 | Interview in der August Ausgabe ''Meier'' Stadtmagazin July 23rd, 2010 Ich habe meine erste Pressestimme und obwohl sich die Veröffentlichung von "Mittendrin" noch etwas wird, werde ich doch dieses Jahr noch ein paar mal Live auftauchen....Zu lesen ist das Ganze in einem Interview mit Ulrich Kriest in der August Ausgabe vom "Meier". Viel Spass beim Schmökern.
|  | Warum denn plötzlich Deutsch? July 14th, 2010 Alles ist jung und schön in der heutigen Musikgesellschaft – glatt gebügelt wie die Falten nach einer Schönheits-OP. Wer will heute noch Ecken und Kanten oder echte Gefühle? Es ist ja alles gesagt!
Wir schämen uns unserer Sprache, für manche Interpreten - der Schlager schreibt zwar schwarze Zahlen, bewegt sich aber eher am Rande der Gesellschaft – er ist schließlich für einfache Gemüter konzipiert. Auf der anderen Seite der Musiklandschaft kann man sich eigentlich nur der „jungen“ Wilden bedienen, die sich, egal in welchem Alter sie sich befinden, Gesellschaftskritik äußern, aber auch nichts zu einer besseren Gesellschaft beitragen. Sie provozieren mit Parolen und Beschimpfungen, wollen anderen die Revolution aufzwingen, bezichtigen ihre Hörer Opfer zu sein und haben oft nur wenig Humor.
Es gab sie schon mal, die schöne deutsche Popmusik, die sich selbst nicht so ernst nahm, die die Möglichkeiten der Sprache nutzte und daraus Kunst machte. Ich vermisse die schönen Texte und die wieder erkennbaren Stimmen. Es gibt sehr viele Menschen, die durchaus schätzen, wenn man ihre Intelligenz etwas fordert und Beobachtungen, die sie selbst auch schon gemacht haben, mit Ihnen teilt. Aber obwohl diese Hörer manchmal etwas älter sind und durchaus solvent – sie werden stetig von der Plattenindustrie ignoriert – weil ja nur jung zählt. Und das schnelle Geld. Ihr hattet ja schon eure Jugend!
Ich möchte diese jung gebliebenen Menschen ansprechen, meine Eindrücke mit ihnen teilen. Ich möchte über moderne Frauen sprechen, die ja eigentlich die Stütze der Gesellschaft sind, arbeiten und Kinder erziehen, während sich ihre Männer oft in Jugendträumen verfangen. Das mag grimmig klingen, ist es aber nicht, und es tut gut darüber zu philosophieren. Ich wollte diese ganz alltäglichen Dinge einmal herausheben – sie mit echten Instrumenten untermalen, mit einem Quäntchen Humor würzen und mit einer schönen Stimme veredeln und so können diese Lieder zum Genuss werden – wie ein wenig guter Wein, der die Sinne belebt.
Ich möchte singend über das Leben „Mittendrin“ berichten – über Liebe, Zweifel, Zorn und Glück: über die ganz alltäglichen Gedanken, die man sich macht, wenn man sich in der heutigen Zeit bewegt. Ich habe keine Patentlösungen parat und möchte keine Ratschläge verteilen, aber ich möchte kundtun wie ich die Dinge sehe. Ich möchte, dass man mich hierzulande auch versteht, deshalb singe ich auch zum ersten Mal auf Deutsch. Kostproben gibt es hier: http://www.myspace.com/patappleton/music/playlists/mittendrin-1476507?sms_ss=myspace
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